Umbau des Adlers (2000 - 2001)

     
     
August 2000: Die Installationen beginnen
     
 Im August erlebte die Aushöhlung des Gebäudes ihren Höhepunkt. Der Boden zwischen der ersten und der zweiten Etage war vollkommen entfernt worden und das Innere des Hauses glich dem Inneren einer alten Fabrikhalle.

Obwohl Marcel viel Gefallen an der neuen Bewegungsfreiheit fand, durfte das Haus natürlich nicht so bleiben. Es wurde Zeit, die Tonmontagedecke (Hurdisdecke), die bestellt worden war, einzusetzen.

Zudem mussten in der Wand Kanäle gelegt werden, worin später die Strom- und Wasserleitungen untergebracht wurden.

Zuerst mussten jedoch die Stahlträger montiert werden, welche die Decken später stützen.

Als ich zustimmte, beim Schleppen der Träger zu helfen, wusste ich noch nicht, dass diese 40 bis 50 Kilo schwer sind.

Auf einer Leiter brachten wir zahllose Träger in den zweiten Stock und schwitzten Blut, während der Maurer von der Firma Steiner F. und Söhne uns barsch Anweisungen erteilte, ohne selbst gross einen Finger krumm zu machen.

Diese Kanäle befinden sich im hinteren Teil des Hauses, entlang der Nahtstelle zum Anbau.

Nachdem die neuen Decken eingesetzt worden waren, konnte man endlich die Wohnungen sanieren.

Besondere Freude hatte der Fräskopf bei den Leitungsbohrungen durch die meterdicken Bruchsteinmauern, da der herunterfallende Schutt ihn ständig verklemmte...

In den Durchbruch zur Waschküche wurde eine Treppe gelegt.  

Die Sanitäre von der Firma Wunderli aus Näfels begannen, Wasserleitungen zu legen. Auf dem Bild ist eine Leitung auf dem Weg in die Waschküche.

Inzwischen waren in den neu entstandenen Stockwerken die alten Wände durch solide Mauern und die alten Fenster durch moderne Kunststofffenster ersetzt worden. Hier sieht man den oberen Teil der neuen Hurdisdecke. 

Auch das WC zwischen dem Erdgeschoss und der ersten Etage wurde neu mit der Kanalisation verknüpft.

 

Auch die Dachwohnung, welche später der Bauherr selbst bezog, war sanierungsbedürtig, allerdings in bescheidenerem Masse als die übrigen Wohnungen.

Während den Abrucharbeiten im Anbau stiessen wir auf ein ulkiges Gemälde des bekannten Malers Konrad Fischli aus Näfels. Es hatte sich hinter den alten Deckwänden und Isolationen verborgen, ehe wir es entdeckten. Und nun sollte es erneut hinter Wänden verschwinden. Was würde wohl der alte Koni dazu sagen?  

Bis zum Vormittag rissen wir Konis Gemälde bewundernd die Wände und Decken ab, als plötzlich Isler auftauchte und viel Lärm machte: er meinte, wir hätten schon zu viel abgebrochen, obwohl Marcel beteuerte, dass er sich nur an Islers Anweisungen gehalten habe. - Wie dem auch sei, man einigte sich letztlich, den Abruch grossräumig fortzusetzen.

 

In den Wohnungen (hier im ersten Stockwerk) bauten die Sanitäre neue Duschzellen ein und schlossen sie dem Wasserleitungsnetz an.

Anderorts (hier im ersten Stockwerk) platzierten sie die Küchenecke und versahen sie mit allerlei Kabeln und Röhren.

 

Neben den Elektro- und Sanitärinstallationen erfolgte auch die Montage von neuen Heizungen.

Und in der Dachwohnung befestigen die Arbeiter einen neuen WC-Spülkasten an der Wand.

Mit schwerem Herzen sah Marcel zu, wie seine teuren Arbeiter immer mehr Bausstoffe heranschafften, und immer lauter fragte er sich, ob das Budget für den Umbau wohl reichen würde.