Umbau des Adlers (2000 - 2001)

     
     
Juni 2000: Das grosse Ausmisten geht weiter
     

 In dieser Bauphase war das Restaurant im Erdgeschoss eine chaotische Zwischendeponie für Abfälle und Baumaterial.

 

     

Der Maurer unter dem Türrahmen kam von der Molliser Firma Steiner F. und Söhne und baute die Mauern, die mein Cousin und seine Bauraudis zerschlagen mussten, wieder auf.

 

Bruno Landolt: Wer ist Dir bei der Sanierung zur Hand gegangen?

Marcel Mettler: Mir gingen verschiedene Kollegen, darunter Verwandte und Bekannte, zur Hand. Auch was die Fachleute angeht, war ich im Grunde zufrieden. Zugegebenermassen gab es auch einige Enttäuschungen. Zum Beispiel fand ich schlecht, dass nach der Sanierung keine Pläne betreffend der Fensterladenmontage mehr vorhanden waren und kein Mensch mehr wusste, wie die Fensterläden zu montieren waren. Ausserdem gab es Probleme mit der Heizung, denn das Dachgeschoss wird nicht richtig warm.

 

So war die Familie Stucki, Marcels ehemalige Nachbaren, oft mit von der Partie und unterstützte die Sache des Umbaus tatkräftig. Auf dem Bild ist Reto Stucki bei den Abrucharbeiten zu sehen. Er und ich (siehe Bild) wurden ferner mit der Demontage der zehn Jahre alten Küche im zweiten Stock beauftragt. Erst interessierte sich eine Familie aus Ex-Jugoslawien für die Küche. Nachdem sie sie aber besichtigt hatten, verflog das Interesse rasch. Also wurde die Küche geputzt und in den Keller gebracht. Später sollte sie im Dachgeschoss Verwendung finden.

Bruno Landolt: Kannst Du über einige Highlights während der Sanierungszeit berichten?

Marcel Mettler: Highlights? - Na ja, einmal haben wir einen ziemlich grossen Eckbank auf dem Dach meines Autos transportiert. Herr Isler meinte, wir bräuchten dafür einen besonderen Transportwagen, aber es ging auch ohne (!) ... Als während den Sanierungsarbeiten zwei auszuwechselnde Stockwerke entfernt worden waren, schaute es im Haus aus wie in einer Kathedrale. Am liebsten hätte ich es so gelassen.

 

Für den Abfalltransport verwendete Marcel oft sein Cabriolet. Die Sitze verkleidete er zum Schutz mit alten Kartoffelsäcken.

 

  

Einmal brachten sie einen Felsbrocken, den sie aus der Wand herausgebrochen hatten, zur Näfelser Getrenntentsorgung: auf Schaltafeln rollten sie ihn auf den Nebensitz des Cabriolets und wieder hinunter. Wagenladung um Wagenladung wurde auf diese Weise weggeschafft, so dass der Wagen nach Beendigung des Umbaus ersetzt werden musste. Ob das Auto an den Folgen dieser Transportfahrten oder an simpler Altersschwäche erlag, bleibt für meinen Cousin jedoch umstritten.