Umbau des Adlers (2000 - 2001)

     
     
Juni 2000: Das grosse Ausmisten geht weiter

Im Juni wurden die Aufräum- und Abbrucharbeiten im Haus fortgesetzt, während der Architekt eine neue Kaminanlage bestellte und sich mit der Umbauplanung beschäftigte. Möbel, Einbauschränke, Decken, Böden und der Kamin wurden nach der Entfernung entsorgt oder in den Keller gebracht.

Die nebenstehenden Fotos dokumentieren die Entfernung des alten Kamins, welche ein recht staubiges Unterfangen gewesen sein dürfte. Auch mussten die Dachdecker aus Gommiswald an der Hausfassade eine Gerüstung anbringen, um mit dem Zubehör auf das Dach und wieder hinunter zu gelangen.
Der Bauschutt wurde im Treppenhaus transportiert und unten in einer bereitstehenden Mulde deponiert. Natürlich musste das im Dach entstandene Loch wasserdicht abgedeckt werden, bis die neue Kaminanlage montiert wurde.
     
Juli 2000: Entkernung des Gebäudes
Im Juli sollte das geplante Herausbrechen von Böden und Decken das Gebäude entkernen, um Platz für neue Bausubstanz zu schaffen.

 

Mit Spitzhacken, Brechstangen und Kettensägen wüteten mein Cousin und seine Leute herum, bis das meiste zerstört war und man das Haus kaum mehr wieder erkannte.

Am Abbruch der Böden war ich selbst beteiligt, löste mit schwerem Werkzeug die mit dem Fussboden vernagelten Latten und zersägte sie zu Brennholz. Während Marcel oben noch die Trägerbalken durchsägte, sammelte ich im unteren Stockwerk das hinuntergefallene Holz zusammen. Dabei musste ich mich natürlich vor den herunterstürzenden Brettern und Balken in Acht nehmen.

Mein Cousin steht am Abgrund des Kaminschachtes und knipst ein Foto von seinen Füssen. Man sieht, das entstellte Haus war nun voll von bösen Fallen. Ein falscher Schritt konnte genügen, um sich in der Tiefe zu verlieren und bald unter dem Schutt der Ahnen begraben zu liegen.

Das Abrechen wirbelte eine Menge Staub auf, so dass die Arbeiter Mundschütze tragen mussten (oder hätten tragen sollen). Meist waren bei mir nach der Arbeit mehrere Duschgänge nötig, um den Schmutz, der wie Leim an Haaren und Haut klebte, ganz abzukriegen.

Die WC-Räume zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock wurden zunächst gründlich ausgeräumt. Später wurde ein Raum (links auf dem Bild) saniert, durch den anderen ein Durchgang in die Waschküche geschlagen.

 

Bei dem hässlichen Loch, das mein Cousin fotografiert hat, stand vorher eine Kloschüssel. Es handelt sich um den Raum, wo der Durchgang in die Waschküche geplant ist.

 

Ein Blick in die Waschküche zeigt, dass es auch da viel zu tun gab. Eine Badewanne, die in der Ecke gestanden hatte, wurde herausgerissen und entsorgt wie manches andere im Haus

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So blieb auch der alte Heizöltank nicht im künftigen Veloraum stehen, sondern stellte ihn mein Bruder in seine Garage, wo er heute noch nutzlos herumsteht und gelangweilt auf seinen Abtransport zum Metallfriedhof wartet.

Zum Adlergebäude gehört auch der abgebildete Anbau, in dem noch die Einrichtungen des alten Coiffeur-Salons herumstanden.